Abitur Deutsch – Tipps in letzter Minute

achtung-pruefung-150Gedichtinterpretation

Bei dieser Aufgabe müsst ihr nicht nur Bescheid wissen über Gedichtformen, Strophenformen, Versformen, Reimschemata und Stilmittel, sondern auch über die berühmtesten Dichter und ihre Besonderheiten, sowie über die Literaturepochen, in denen sie geschrieben haben.

Falls ihr das alles nicht wisst und noch nie erfolgreich ein Gedicht interpretiert habt – Finger weg, das wird nichts!

Interpretation und Vergleich der Pflichtlektüren

Für diese Aufgabe müsst ihr die drei Bücher „Faust. Der Tragödie erster Teil“, „Der gold’ne Topf“ und „Der Steppenwolf“ gelesen haben. Also, wirklich GELESEN haben und wünschenswerterweise auch mit ihnen gearbeitet haben! Das heißt, ihr wisst über die Biographie der drei Autoren Bescheid, über die sprachlichen Besonderheiten ihrer Schreibstile, über den Hintergrund des speziellen Werkes, über die Hauptpersonen darin und über verschiedene Deutungsmöglichkeiten. Außerdem könnt ihr sie auch innerhalb verschiedener Themen miteinander vergleichen.

Ihr müsst wissen, wie die Standardeinleitung zu einer Interpretation aussieht und wie man eine Textstelle sprachlich analysiert und deutet. Dafür kann man ein paar spezielle Sprachformeln anwenden, die ich hier aufgeführt habe: Textelemente-Interpretation In dem Dokument sind außerdem Vorschläge für einen Basissatz für jedes der drei Werke enthalten.

Kurzprosa

Auch hier gilt: Wenn ihr von Sprachanalyse und Interpretation keine Ahnung habt – Finger weg! Die Wiedergabe des Inhalts allein bringt euch nicht mal ein Drittel der Punktzahl.

Macht euch keine Illusionen: Die Texte, die euch in der Prüfung angeboten werden, enthalten definitiv auffällige Stilmittel! Wenn ihr sie nicht erkennt, müsst ihr es entweder länger und intensiver versuchen oder ihr lasst die Aufgabe sein. Hier noch mal unsere Liste der häufigsten und auffälligsten Stilmittel: Rhetorische Mittel und Wie sie verwendet werden

Es ist ganz, ganz, ganz wichtig, dass ihr ein konkretes Oberthema für eure Interpretation findet! Diesem Oberthema ordnet ihr dann den Inhalt, die Erzählperspektive, die Erzählzeit, die Räumlichkeiten und die sprachlichen Mittel unter. Das verhindert, dass ihr einfach nur wild irgendwelche Merkmale aufzählt, so ist das nämlich nicht gedacht.

Diese Oberthemen sind zumeist keine Neuerfindungen der Autoren, es sind Themen, die schon ewig durch die Menschheitsgeschichte geistern: Angst, Wut, Eifersucht, Einsamkeit, Tod, Liebe, Treue, Krankheit, Egoismus usw. Davon müsst ihr eins finden, ihr werdet sehen, dann fallen alle Elementen des Textes wie Puzzleteile an ihren Platz und ergeben ein schlüssiges Gesamtbild.

Essay

Grundsätzlich: lieber nicht! Wer pro Jahr weniger als 20 Bücher liest und das Schreiben von vollständigen Sätzen vermeidet, wo es nur geht: sowieso nicht!

Analyse und Erörterung von pragmatischen Texten

Der Klassiker für alle, die bisher das Lesen und Lernen für Deutsch vermieden haben.

Aber Vorsicht: Diese pragmatischen Texte können es in sich haben! Und diese Art von Aufgabe ist nicht damit getan, dass man seine eigene Meinung zu Text und Thema schreibt – ganz im Gegenteil!

Auch hier müsst ihr eine fundierte sprachliche Analyse durchführen können und außerdem in der Lage sein, völlig distanziert und sachlich die Argumentation des Autors zu bewerten. Anschließend müsst ihr selbst schlüssig und sachlich argumentieren. Das ist nicht jedem gegeben, viele Schüler verwechseln das doch immer wieder und erzählen stattdessen Anekdoten aus ihrem Privatleben oder verwenden statt handfesten Argumenten Verallgemeinerungen und unsinnige Schlussfolgerungen.

Dazu bitte noch mal hier lesen: Welche Strategie verfolgt ein Autor? und Argumentation

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.